Viele Menschen entscheiden sich für eine Haartransplantation, die derzeit als risikoärmste operative Methode gilt.
Es gibt somit zwei moderne Techniken der Eigenhaartransplantation / Haartransplantation:
Bei der FUE-Methode werden, im Gegensatz zur Streifen-Methode, keine Spenderhaarstreifen entnommen. Die Grafts werden hier mit einer speziellen Hohlnadel entnommen. Dazu wird, im Zuge der Haartransplantation, der Bereich des Hinterkopfes rasiert und danach betäubt. Bei dieser Methode ist es möglich, bei einem Eingriff bis zu 600 Grafts zu gewinnen. Auf die natürlichen Haargrüppchen (Units) wird hierbei geachtet und sie werden nicht zerstört. Es werden immer nur so viele Units, also eine Gruppe von ein bis vier Haaren, entnommen, so dass an der Kopfstelle noch genügend Units vorhanden sind und eine natürliche Dichte der Haare gewährleistet ist. Das Einsetzen erfolgt nun wie auch bei der Streifen-Methode. Vorteilhaft an der FUE-Methode ist, dass sie so gut wie narbenarm ist. Fettabsaugung
Bei der Streifenmethode für die Haartransplantation wird zuerst ein Haarstreifen, der sogenannte Spenderhaarstreifen, gewonnen. Meistens wird dieser vom Hinterkopf der Betroffenen entnommen, denn dort ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sie bis ins hohe Alter weiter wachsen werden, da sie die genetischen Informationen besitzen, die sogenannte Spenderdominanz. Nachdem der Haarstreifen entnommen wurde, wird die betroffene Stelle zugenäht. Aus dem Spenderstreifen werden dann die Implantate gewonnen. Hierbei gibt es wieder verschiedene Verfahren: Bei der Punchtechnik werden, im Zuge der Haartransplantation, mittels eines 4mm Zylindermessers die Grafts gewonnen. In die Kopfhaut werden nun kleine Löcher präpariert, in die die Grafts eingesetzt werden. Der Nachteil dieser Methode, bei der Haartransplantation, ist, dass die Haare in Büscheln verpflanzt werden und somit nicht dem natürlichen Wachstum entsprechen. Ein natürlicher Haaransatz kann hingegen durch die sogenannten Minigrafts (3 – 5 Haarwurzeln), Micrografts (1 – 2 Haarwurzeln) und den Follicular Units (1 – 4 Haare) geformt werden. Das beste Ergebnis wird mit den Follicular Units erzielt ( Haar-Verpflanzung ), da diese in der natürlichsten Form des Haarwuchses am Stirnbereich angeordnet werden können. Die Streifen-Methode wird unter lokaler Betäubung und in der Regel ambulant durchgeführt.
Das Endergebnis der Haartransplantation beider Techniken ist hervorragend. Da Haare ca. 1 cm im Monat wachsen, ist der endgültige Erfolg der Behandlung erst nach ca. 3 – 5 Monaten zu sehen. Ein Unterschied zu “echtem” Haar ist kaum, bis gar nicht zu bemerken.
Zwar sind beide Methoden sehr risikoarm, dennoch können Komplikationen, wie z.B. leichte Blutungen, Nerven-/Blutgefäßeverletzungen (bei FUE extrem selten), Schmerzen, Spannungen oder Infektionen im Operationsbereich, die die Wundheilung verzögern, auftreten. Sehr selten bis extrem selten können auch Überempfindlichkeitsreaktionen auf die Betäubung auftreten, Nachblutungen und Blutergüsse können nach der OP entstehen, ebenfalls Haut- und Weichteilschäden oder aber die Transplantation führt nicht zum Erfolg. Letzteres kommt vor, wenn zum Beispiel durch eine Krankheit kein Haarwachstum mehr an der gewünschten Stelle zugelassen wird.