Viele Menschen entscheiden sich für eine Haarverpflanzung, die derzeit als risikoärmste operative Methode gilt. Seit den 60er Jahren wurden die Techniken ständig verbessert. Die flächendeckende Haarverpflanzung mit Mini- bzw. Micrografts ist das weltweit erste Verfahren für die Haarverpflanzung. Es gibt zwei moderne Techniken der Haarverpflanzung: die Streifen- und die FUE-Methode (Follicular Unit Extraction). Die Voraussetzung beider Praktiken sind gesunde Haare bzw. ein gesunder Haarkranz.
Haartransplantation
Bei der Streifenmethode wird zuerst ein Haarstreifen, der sogenannte Spenderhaarstreifen, gewonnen. Meistens wird dieser bei der Haarverpflanzung vom Hinterkopf der Betroffenen Person entnommen, denn dort ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sie bis ins hohe Alter weiter wachsen werden, da sie die genetischen Informationen besitzen, die sogenannte Spenderdominanz. Nachdem zu Beginn der Haarverpflanzung der Haarstreifen entnommen wurde, wird die betroffene Stelle zugenäht. Aus dem Spenderstreifen werden dann die Implantate gewonnen. Hierbei gibt es wieder verschiedene Verfahren, um die Haarverpflanzung ab zu schließen: Bei der Punchtechnik werden mittels eines 4mm Zylindermessers die Grafts gewonnen. In die Kopfhaut werden nun kleine Löcher präpariert, in die die Grafts eingesetzt werden. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Haare in Büscheln verpflanzt werden und somit nicht dem natürlichen Wachstum entsprechen. Ein natürlicher Haaransatz kann hingegen durch die sogenannten Minigrafts (3 – 5 Haarwurzeln), Micrografts (1 – 2 Haarwurzeln) und den Follicular Units (1 – 4 Haare) geformt werden. Das beste Ergebnis bei der Haarverpflanzung wird mit den Follicular Units erzielt, da diese in der natürlichsten Form des Haarwuchses am Stirnbereich angeordnet werden können. Die Streifen-Methode wird unter lokaler Betäubung und in der Regel ambulant durchgeführt.
Haarverpflanzung
Bei der FUE-Methode werden im Zuge der Haarverpflanzung, im Gegensatz zur Streifen-Methode, keine Spenderhaarstreifen entnommen. Die Grafts werden hier mit einer speziellen Hohlnadel entnommen. Dazu wird der Bereich des Hinterkopfes rasiert und danach betäubt. Bei dieser Methode ist es möglich, bei einem Eingriff bis zu 600 Grafts zu gewinnen. Auf die natürlichen Haargrüppchen (Units) wird hierbei geachtet und sie werden nicht zerstört. Somit werden bei der Haarverpflanzung immer nur so viele Units, also eine Gruppe von ein bis vier Haaren, entnommen, so dass an der Kopfstelle noch genügend Units vorhanden sind und eine natürliche Dichte der Haare gewährleistet ist. Das Einsetzen erfolgt nun wie auch bei der Streifen-Methode. Vorteilhaft an der FUE-Methode ist, dass sie so gut wie narbenarm ist.Das Endergebnis beider Techniken ist hervorragend. Da Haare ca. 1 cm im Monat wachsen, ist der endgültige Erfolg der Behandlung erst nach ca. 3 – 5 Monaten zu sehen. Ein Unterschied zu “echtem” Haar ist kaum, bis gar nicht zu bemerken und die Vorteile der Haarverpflanzung sind offensichtlich. Tags: Eigenhaar, Haare, Haartransplantation, Haarverpflanzung